Erfahrungsbericht

Unser Sohn litt schon seit dem Säuglingsalter an immer wieder auftretenden heftigen Bauchschmerzen. 3 – 4mal im Jahr hatte er für ca. 7 – 14 Tage andauernde Beschwerden. Er weinte Tage und Nächte lang. Aus dem Kindergarten und später aus der Schule musste er abgeholt werden, weil er „Bauchweh“ hatte. Meistens bekam er Maaloxan oder ein Pilzmittel verschrieben. Er wollte nichts essen und trinken, es war für den Kleinen immer wieder eine schreckliche Zeit, er verlor jedes Mal ca. 5-8 Kilo, war völlig ausgezehrt und brauchte einige Zeit, wieder richtig auf die Beine zu kommen.

Im Alter von 11 Jahren war es dann so heftig, dass er tagelang auch nichts zum Trinken zu sich nahm und wir über die Notaufnahme in eine Uni fuhren. Dort verbrachte er noch weitere 3 Tage auf der chirurgischen Kinderstation, mit Verdacht auf Blinddarmentzündung, gegen seine Schmerzen gab man ihm Paracetamol - Zäpfchen und in der Nacht nahm man ihm die Klingel weg, weil er so oft klingelte….. .

Am 4. Tag dann die Überraschung, die Lipase u. Amylase Werte waren (nach 7 Tagen) megahoch. Endlich hatte man eine erlösende Diagnose -  erlösend deshalb – man nahm ihm seine Schmerzen endlich ab, gab ihm bessere Schmerzmittel, ein Einzelzimmer und die Klingel wieder. Untersuchungen in einem Hamburger Krankenhaus ergaben, dass es sich um eine Gen-Mutation handelt und er diese Beschwerden wohl sein Leben lang behalten wird. Diagnose:  Chronische hereditäre Pankreatitis.

Man erzählte uns dort, es gäbe ein Mittel aus Japan, das in die Bauchspeichel-drüse injiziert wird und sie sozusagen einbetoniert, so dass keine Verdauungssäfte mehr gebildet werden und so eventuell keine Schmerzen mehr entstehen…… Wir ergriffen die Flucht! Alle weiteren „Schübe“ wurden in der Uni, jedes Mal unter Vorgabe der Diagnose, mit einer Schmerztherapie behandelt (zuletzt Schmerzpumpe) Kontaktaufnahme mit einer Selbsthilfegruppe – Besuch Arzt-Patienten-Seminar.

Dann kam ein weiteres Problem – der Bauchspeicheldrüsengang war gestaut – es hatte sich ein Stein im Gang gebildet und verstopfte den Abfluss. Nach 2 Versuchen an der hiesigen Uni, den Stein endoskopisch zu entfernen, gab man dort auf. (Ich habe sehr viel Hochachtung vor diesem Arzt – denn ich habe nie wieder einen getroffen, der zugegeben hat, an seine Grenzen gestoßen, zu sein!) Eine Alternative konnte keiner nennen.

Aufbruch in die 2. Uni – hier führte man auch eine Studie über chronische Pankreatitis – ich hoffte auf schnelle Hilfe. Nach diversen ERCP mit Narkose und der späteren Erkenntnis, den Stein aus seiner Lage nicht befreien zu können, sollte dann ein Stant um den Stein herum gelegt werden. Dies wurde durchgeführt. Mein Sohn (inzwischen 13 Jahre) konnte mit drücken
im Bauch erst einmal nach Hause.

Eine wirkliche Lösung sah ich nicht darin und recherchierte wieder tagelang im Internet. Endlich hatte ich durch Zufall etwas über Stoßwellen – UKE Hamburg – Prof. Rösch –gefunden. Darauf baten wir einen befreundeten Arzt den Prof. Rösch in Hamburg-Eppendorf anzurufen.   

So kam der erste Hinweis auf Dr. Nam !! Wir fuhren hin – mein Sohn wurde behandelt – schon nach der 1. Behandlung hatte er ein viel besseres Gefühl im  Bauch! Allerdings war jetzt noch der Stant im Gang – den ließen wir in einem Krankenhaus entfernen – allerdings hatte der Arzt Schwierigkeiten den Stant zu entfernen, da dieser mit Widerhaken versehen war und beim Rausziehen den Gang möglicherweise verletzt hat, sodass er einen anderen dickeren (ohne Haken) ohne Rücksprache einlegte….  Ohne Worte….

So schnell wir konnten fuhren wir wieder zu Dr. Nam, der mit seiner Stoßwellentherapie auch Schmerzen lindern kann. Dr. Nam war der festen Überzeugung, dass unser Sohn keinen Stant braucht. Er sprach mit seinem Vorgesetzten Prof. Rösch, der ihm zustimmte und den Stant entfernte. Dr. Nam behandelte meinen Sohn noch einige Male bis er keine Beschwerden mehr hatte.

Seit dieser Zeit (Januar 2009) brauchte mein Sohn keinen Klinikaufenthalt zur Schmerztherapie mehr.

Bei den kleinsten Anzeichen von Druckgefühl oder Übelkeit, fahren wir nach Hamburg Eppendorf zu Dr. Nam, er wird 1 bis 3 Tage nacheinander behandelt und ist nach spätestens 1 Woche – ohne Schmerzmittel – wieder hergestellt.

Im Vergleich zu „Vorher“ hat sein Leben jetzt eine viel bessere Qualität als je zuvor. Nicht zuletzt deshalb, weil er weiß, dass ihm jederzeit schnell geholfen werden kann.

Vielen, vielen Dank Dr. Nam