ESWL-Therapie statt OP

Symptome:

 

Ich hatte vor einigen Jahren plötzlich auftretende krampfartige Oberbauch-Schmerzen. Es fühlte sich an wie kleine Messerstiche zwischen den Rippenbogen, die sich zum Rücken durch gebohrt haben. Das Stehen, Laufen und Atmen fiel mir schwer. Ein Rettungswagen brachte mich ins Krankenhaus Hameln. DIAGNOSE: Bauchspeicheldrüsen-Entzündung: Lipasewerte über 3000! Es folgte ein 3-wöchiger Krankenhausaufenthalt
 

Behandlungen:

 

  • 1,5 Wochen flüssige Ernährung über Tropf (Gewichtsverlust von 8 kg)

  • Antibiotikum über mehrere Tage

  • ERCP ohne Befund (über 2 Stunden)

  • CT ohne Hinweis auf Steinbildung

  • Schmerzen waren nach 2 Wochen weg

 

Die Ärzte haben eine OP des Pankreas empfohlen, die ich verweigerte. Entlassung aus dem Krankenhaus in HM mit den Worten des Arztes: Wir sehen uns in 6 Monaten auf meinem OP-Tisch wieder!- Nicht mit mir!
 

Weiterer Krankenverlauf:

 

Durch die Fernsehdokumentation Visite erfuhr ich (nicht durch die Ärzte), dass es im UKE in Hamburg Eppendorf mit einer ESWL-Therapie (Stein-Zertrümmerung) bei Bauch­speichel­drüsensteine / -erkrankung mit anschließender ERCP gute Erfahrungen gemacht wurden. Was hatte ich zu verlieren. Ich stellte mich dort vor. Der geplante Aufenthalt war 3 Tage; t a t s ä c h l i c h wurden es 3 Wochen!

 

Es folgten 2 ERCPs durch Prof. Sohendra, die sich durch meine Vor-Operationen durch die Narbenbildung als schwierig erwiesen. Auch das MRT brachte die Diagnose, dass sich Steine und Verkalkungen in der Bauchspeicheldrüse befanden. Der Vorschlag des Professors war, die Steine durch ESWL bei Dr. Nam zertrümmern zu lassen. Wenn dieses kein Erfolg bringt, dann könne eine evtl. Teilentfernung der Bauchspeicheldrüse erfolgen. ICH war skeptisch, doch WAS HATTE ICH ZU VERLIEREN!“
Es folgte nunmehr eine Behandlung über 2,5 Wochen bei Dr. Nam. Da es sehr viel alte (harte) Steine waren, dauerte dieses wesentlich länger. Ich fühlte mich von Tag zu Tag besser. Keine Schmerzen und ich konnte wieder normal Essen. HBA1C: 6,2 % (Grenzwert). Seit diesem Zeitpunkt gehe ich regelmäßig 1 x im Jahr für eine Woche zur Behandlung nach Hamburg. Ein völliger Ausschluss eines Bauchspeicheldrüsen-Schubs kann nicht garantiert werden.

 

In der Zwischenzeit hatte ich bei einem Besuch in Berlin einen weiteren Schub. Dort bin ich mit dem Rettungswagen in die Klinik eingeliefert worden. In der Notfallaufnahme erklärte ich unter heftigen Schmerzen, dass es eine Bauchspeicheldrüsen-Entzündung ist!!
Die Ärzte und Pfleger zeigten mir schon fast einen Vogel und hielten mich für hysterisch! Die Laborwerte bewiesen, dass ich recht hatte. Ich bat um Behandlung in Hamburg Eppendorf, da die Ärzte den 2 cm großen Stein bei der Sonographie übersehen hatten. In den Augen der Ärzte war ich eine WICHTIGTUERIN!!

 

Dann erfolgte die Aussage des Stationsarztes, dass Dr. Nam in HH für mich nichts tun konnte. Leider war den Ärzten nicht bekannt, dass ich die Telefonnummer des Arztes immer dabei habe, so dass ich ihn selbst kontaktierte. Herr Dr. Nam wusste nichts von mir! Ich packte umgehend meine Sachen und ließ mich auf eigene Verantwortung von meiner Familie nach Hamburg bringen.

 

Bereits nach 2 Tagen Behandlung durch ESWL konnte ich schmerzfrei entlassen werden. Eine ERCP wird seit einigen Jahren nicht mehr vorgenommen. Um einen Erfolg der Behandlung zu untermauern, ist eine MRCP m. E. ebenso aufschlussreich und löst keinen Pankreas-Schub aus. Die ERCP muss keine Auswirkungen in dieser Form zeigen; kann aber!

 

FAZIT:

 

  • Die ESWL Therapie ist keine Chemie wie z. B. eine Tablette, die den Körper schadet
  • Durch die ESWL-Therapie bin ich im Leben nicht eingeschränkt
  • bin die meiste Zeit des Jahres schmerzfrei
  • kann Vollzeit arbeiten gehen
  • ich fahre in den Urlaub und kann ihn genießen
  • ich habe ein Fernstudium neben meinem Beruf erfolgreich abschließen können
  • die Zugabe von Insuline ist minimal (Ernährung, Sport und die innere Einstellung helfen auch dabei)

DAS LEBEN macht Spaß, Freude und ist super spannend!!