2011 Info-Schreiben an Ärzte

an
Gastrologen, Internisten und
internistische, gastrologische Abteilungen der Krankenhäuser

Informationsschreiben

Pankreaserkrankungen, chronische Pankreatitis mit Konkrementbildung


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten uns auf diesem Wege Ihnen kurz vorstellen:

Am 24. Juni 2011 hat sich in Hamburg unsere Pankreas-Selbsthilfegruppe in Norddeutschland e.V. als Verein gegründet, mit Vereinssitz in Kiel, und ist zwischenzeitlich, wie  Sie unserem Briefkopf entnehmen können, im Vereinsregister eingetragen.

Bei dem Verein handelt es sich um einen Zusammenschluss von konkret betroffenen Menschen, also wir Vereinsmitglieder haben alle eine jahrelange eigene Erfahrung mit chronischer Pankreatitis mit Konkrementbildung. Aus der vielfältigen Erfahrung der Vereinsmitglieder wissen wir, dass gerade dieses Krankheitsbild in der ambulanten und klinischen Behandlung und auch in der Kenntnis der Patienten ein „Nischendasein“ führt. Oftmals werden die Ursachen gravierender Oberbauchschmerzen spät diagnostiziert. Häufig stellt sich die Frage nach einer entsprechenden Behandlungsmethode. Neben diagnostischen Maßnahmen, wie ERCP, die in der Regel alleine nicht geeignet ist, Steinbildungen auszuräumen, kommt es in der Folge zu operativen Eingriffen, die zur Organzerstörung führen. Die Konsequenz ist sehr oft eine danach äußerst eingeschränkte Fähigkeit zur Aufrechterhaltung der beruflichen Tätigkeit. Zudem führen operative Maßnahmen zu einer nachhaltigen Veränderung weiterer Steinbildung, gerade bei chronischen Pankreatiten.

Die Erfahrung der in unserem Verein zusammengeschlossenen Menschen geht dahin, dass eine sehr wirksame Behandlungsmethode darin besteht, die Konkremente durch die Stoßwellentherapie (ESWL) zu beseitigen. Die hier gemachten Erfahrungen zeigen, dass damit eine nachhaltige Verbesserung des Krankheitsbilds erreicht werden kann, wenngleich es auch in der Regel erforderlich ist, dass nach bestimmten Zeiträumen grunderneuter Konkrementbildung die Behandlung wiederholt werden muss. Die Vorteile der Behandlungsmethode, wie sie die Betroffenen erfahren haben, liegt allerdings darin, dass eine dauerhafte Erhaltung der körperlichen Vitalität und der beruflichen Tätigkeit erreicht wird.

Diese Erfahrung möchten wir gerne betroffenen Patienten weitergeben und die Patienten auch hinsichtlich aller damit verbundenen Maßnahmen, Verhaltsweisen usw. beraten.

Wir sehen es auch durchaus als unsere Aufgabe, den mit solchen Krankheitsbildern konfrontierten Ärzten zur Verfügung zu stehen.

Nach unseren derzeitigen Erkenntnissen ist es so, dass die Behandlungsmethode der ESWL bei chronischer Pankreatitis mit Konkrementbildung fast nur noch im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgeführt wird. In der Vergangenheit gab es mehrere Zentren in Deutschland und Europa, die diese Behandlungsmethode erfolgreich durchgeführt haben. Diese Einrichtungen sind zum größten Teil nicht mehr vorhanden.

Soweit Sie oder Ihre Patienten gerne auf unsere Erfahrungen und Erkenntnisse zurückgreifen möchten, stehen Ihnen unsere Vorstandsmitglieder, aber auch unser ärztlicher Beirat, Herr Dr. Vo Chieu Nam, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, gerne zur Verfügung.

Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie betreffend der Vorstandsmitglieder auf diesem Brief bzw. auf unserer Internetseite



Unser ärztlicher Beirat kann wie folgt kontaktiert werden:

namvc@uke.de


Es ist beabsichtigt, dass wir im nächsten Jahr eine entsprechende Veranstaltung mit Ärzten, die zu diesem Themenkreis langjährige Erfahrungen haben, durchführen und würden uns freuen, wenn wir Sie darüber informieren dürfen.

Über jede Reaktion freuen wir uns.


Mit freundlichen Grüßen



Erich J. Groß                            Petra Wehner                            Annkathrin Pietzner
1. Vorsitzende                          2. Vorsitzende                       Schatzmeisterin/Schriftführerin